Die USL distanziert sich von den anti-semitischen Vorkommnissen anlässlich des letzten Auswärtsspiels in St. Gallen. Seit ihrer Gründung vor zehn Jahren setzt sich die USL mit Vehemenz dafür ein, dass in der Luzerner Fankurve politischer Extremismus und Diskriminierungen aller Art keinen Platz mehr haben. Dies geschah nie mit dem moralischen Zeigefinger oder wirkungslosen Alibikampagnen, die an den Befindlichkeiten der Fankurve komplett vorbeizielen, sondern mit täglicher harter Arbeit direkt an der Front. Dieses Engagement zeigt Erfolg, traten gravierende rassistische und antisemitische Vorfälle in der Luzerner Kurve in den letzten Jahren nicht mehr auf. Allerdings kommt es auf diesem steinigen Terrain auch immer wieder zu Rückschlägen. Der Vorfall in St.Gallen ist ein solcher Rückschlag, bei dem es sich um eine derbe und pietätlose Provokation Richtung St.Gallen handelte, die vor dem Hintergrund der besonderen Geschichte zwischen den beiden Vereinen in den letzten 15 Jahren erfolgt ist.
Wir bedauern es sehr, dass wir bei dem Vorfall zu wenig schnell eingegriffen haben und das Problem erst im Stadion in den Griff bekamen. Wir stellen uns der berechtigten Kritik aufgrund der Vorkommnisse auch mit einem internen Aufarbeitungsprozess, der bereits am letzten Wochenende begonnen hat. Wir möchten noch einmal eindringlich in alle Richtungen das Signal aussenden, dass wir an dem Ziel einer Kurve ohne politischen Extremismus und Diskriminierungen auch in Zukunft festhalten werden.