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USL-Saisonrückblick 2019/2020: Jetzt vorbestellen!

Was lange währt, wird endlich gut: Der neue Yearbock 2019/2020 ist da! Was wie eine faule Corona-Ausrede tönt, ist auch eine. Egal, der Yearbock der abgelaufenen Saison hat richtig was auf dem Kasten, respektive auf den Rippen. Über 200 Seiten fett ist der neueste, mittlerweile fünfte Sprössling der USL-Saisonrückblick-Reihe geworden. Kein Wunder, denn er hat viel zu erzählen und – vor allem – zu illustrieren. Eine rekordverdächtig lange FCL-Saison von sage und schreibe 383 Tagen wird auf unzähligen Bildern und Buchstaben rekapituliert: Der Besuch auf den Färöer-Inseln mit dem historischen Weiterkommen in der EL-Qualifikation, die Tour de Seetal, die Seifenoper im Aktionariat, und nicht zuletzt die sportlichen Tief- und Höhenflüge unserer Mannschaft. Alles wie immer eigentlich, und doch immer wieder neu. In diesen Zeiten, in denen der letzte Stadionbesuch eine gefühlte Ewigkeit her scheint, ist der neue USL-Saisonrückblick Balsam auf die geschundene Fan-Seele. Tauche noch einmal ein in eine FCL-Welt, die – bis auf die üblichen Querelen – noch in Ordnung war.

Aufgrund der speziellen Situation wird der Yearbock, das perfekte Weihnachtsgeschenk, erstmals auch online bestellbar sein. Ab sofort kann er zum Preis von 19.01 Franken (inklusive Versandkosten) im Shop der Zone 5 vorbestellt werden. Der Versand erfolgt ab dem Samstag, 12. Dezember.

Der Yearbock ist alternativ für 15 Franken am USL-Shopstand in der Zone 5 erhältlich (Öffnungszeiten siehe unten).

Adventsbock

Zusätzlich zum Yearbock gibt's bis Weihnachten dank dem Adventsbock weiterhin unterhaltsamen Lesestoff. Täglich wartet hinter einem neuen Türchen eine neue Anekdote im Zusammenhang mit unserem FCL, und das bis weit zurück ins alte Jahrtausend. Von Flitzergeschichten über legendäre Auswärtsfahrten bis hin zu Lizenzerteilungs-Feiern auf der alten Allmend ist alles dabei.

Du erinnerst dich auch noch an dieses denkwürdige Spiel oder die unvergessliche Auswärtsfahrt? Dann teile im FCL-Forum deine Geschichte mit dem Rest der FCL-Fans!

USL-Shop in der Zone 5

Noch kein Geschenk für deine Liebsten gefunden? Oder fehlt dir noch die passende Winterausrüstung? Dann komm vorbei am USL-Shopstand in der Zone 5, um dich einzudecken. Ob Handschuhe, Wollkappe oder Winterschal für die kalten Tage, ein T-Shirt zum Fläzen auf dem Sofa oder auch der neu erschienene Yearbock 19/20 (siehe oben): Es ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Der Shopstand in der Zone 5 ist wie folgt geöffnet:
Samstag, 12. Dezember: 14.00–16.00 Uhr
Sonntag, 20. Dezember: 14.00–16.00 Uhr

USL-Kalender 2021 erhältlich

Pünktlich zu Weihnachten gibt's für alle USL-Gold- und Silber-Mitglieder ein buntes Geschenk: den USL-Kalender 2021! Dieser kann am USL-Shopstand in der Zone 5 abgeholt werden (Öffnungszeiten siehe oben).

Anmerkung: Alle USL-Mitgliedschaften der Saison 2019/2020 wurden automatisch auf die aktuelle Saison 2020/2021 verlängert (das Mitgliedermodell wurde dabei übernommen).

An den FCL-Matchtagen ist es in diesem Jahr aus bekannten Gründen ruhig geworden. All das, was das Fanleben so spannend, lustig und unvergleichlich macht, fehlt. Die Geschichten, welche auf den Haupt- und Nebenschauplätzen rund um die FCL-Spiele für (manchmal etwas ausgeschmückte) Storys sorgen, können nicht weitergeschrieben werden.

Nutzen wir daher die Vorweihnachtszeit, um in den Erinnerungen vergangener Höhepunkte zu schwelgen. Während den Adventstagen blicken 24 verschiedene Autorinnen und Autoren auf für sie prägende Erlebnisse im Zusammenhang mit unserem Club zurück. Auf adventsbock.usl.lu wird jeden Tag ein neues Kalendertürchen – mit einer neuen Geschichte – geöffnet.

Falls du diese Episoden mit eigenen Erinnerungsfetzen ergänzen möchtest oder der Meinung bist, dass noch ein legendäres Spiel fehlt, bist du herzlich eingeladen im entsprechenden Thread des FCL-Forum mit zu diskutieren.

Wir wünschen eine gute Lektüre und hoffentlich auf bald!
USL

Im November 2019 haben die FCL-Holding-Aktionäre versprochen, bis im September 2020 zu klären, wie es im zerstrittenen Aktionariat weitergeht. Im Sommer 2020 wiederholten sie dieses Versprechen, nachdem von Fanseite gefordert wurde, so rasch wie möglich für Klarheit zu sorgen. Am allerletzten Tag der fast einjährigen Frist – am 30. September 2020 – veröffentlichten die Holding-Vertreter ein (Nicht-)Statement, in dem sie in vier Sätzen (!) verlauten liessen, dass sie für einen Stellungsbezug (noch) mehr Zeit benötigen.

Keine einzige Antwort auf die vielen Fragen, kein einziger Anhaltspunkt, wie es mit dem Verein weitergehen soll. Keine Gewissheit, ob uns ein Worstcase-Ausverkauf und die Degradierung zum Farmteam im Stile von GC oder Lausanne ebenfalls bevorsteht. Mehr noch: Franz Egle, Vertreter der (scheinbar) verkaufswilligen Triple-S-Aktionäre bestätigt gar, dass «Firmen, die bereits Fussballclubs besitzen», auf der potentiellen Käuferliste stehen.

In den vergangenen drei Monaten haben wir versucht, von den Entscheidungsträgern Antworten zu erhalten. Erfolglos. Anstatt Klarheit zu schaffen, sind die Fragezeichen und die Unsicherheiten in Bezug auf die FCL-Zukunft nur noch grösser geworden.

Wenn die Holding scheinbar keine Diskussion wünscht und selber keine Transparenz schaffen will, liegt es nun an uns, selber für Klarheit zu sorgen. Dies wollen wir mittels des vorliegenden Stelzblogs sowie der Fanumfrage angehen.

Unsere Ziele:

1. Situation nicht noch weiter verkomplizieren
Daher Horrorszenario verhindern: Kein (Teil-)Verkauf des FCL an Organisationen oder Personen ohne Bezug zu Region und Klub!

2. Transparenz – und somit Klarheit – schaffen
Um seriöse Entscheidungen treffen zu können, benötigt man Wissen. Jahrelang – und bis heute – fehlt es im FCL-Umfeld nicht nur an Transparenz, sondern auch an einer offenen Kommunikation. Die grundlegenden Infos rund um das sehr komplexe Holding-Konstrukt wollen wir mit diesem Stelzblog für jedermann und -frau zugänglich machen.

3. Diskussion starten und die ganze FCL-Familie mitreden lassen
Der FCL gehört nicht bloss sechs finanzstarken Investoren. Sondern allen. Jede und jeder soll sich seine Gedanken zur Zukunft, zum FCL-Konstrukt und zu möglichen Veränderungen machen können. Und seine/ihre Meinung dazu kundtun. Unsere Online-Fanumfrage ist die ideale Plattform dafür.

Hier geht's zum Stelzblog.

Wir freuen uns über eure Feedbacks, eure Inputs und über eine rege Teilnahme an der Umfrage. Sende sie deinen Freundinnen und Freunden, Angehörigen und Arbeitskolleginnen weiter, damit möglichst viele FCL-Fans daran teilnehmen und wir ein breites und aussagekräftiges Bild der Stimmungslage erhalten.

FCL för ALLI!

Ab dem 1. Oktober 2020 sind Fussballspiele mit mehr als 1'000 Zuschauerinnen und Zuschauern unter strengen Auflagen wieder erlaubt. Dazu gehören Sitz- und Maskenpflicht, begrenzte Auslastung der Stadien, personalisierte Sitzplätze beziehungsweise Stadionbesuche, die Aufhebung von Stehplätzen oder das Verbot von Gästefans.

Die grossen Schweizer Fanszenen haben gemeinsam beschlossen, unter diesen Voraussetzungen bis auf Weiteres nicht im Stadion in Erscheinung zu treten. Der Besuch von Fussballspielen bedeutet für uns Emotionen und Leidenschaft, lautstarken Support der Mannschaft, gemeinsame Reisen an Auswärtsspiele, sozialer Treffpunkt und vieles mehr. All dies ist unter den getroffenen Massnahmen nicht ansatzweise möglich, da sie diese Momente unterbinden. Darum bleiben wir den Stadien als organisierte Fankurven fern und kehren erst dann zurück, wenn dort wieder der Fussball anstatt das Virus den Takt vorgibt.

Die genannten Massnahmen wurden allesamt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie getroffen. Wir werden sie entschieden bekämpfen, sollten sie von dieser Zielsetzung entkoppelt und schleichend in Repressionsinstrumente überführt werden. Sowohl Behörden als auch Politik tun gut daran, die aktuelle Situation nicht zu missbrauchen – im Rahmen des Fussballs aber auch ganz generell –, wenn sie auch künftig in ähnlichen Lagen auf eine Akzeptanz für getroffene Massnahmen zählen möchten.

In eigener Sache

Unsere eigene Sichtweise zu dieser Thematik haben wir bereits im Beitrag vom letzten Sonntag dargelegt:

Der Besuch von Auswärtsspielen bleibt bis auf Weiteres Wunschdenken und die Heimspiele sind mit etlichen Auflagen verbunden. Maskenpflicht, personalisierte Billette, fix zugewiesene Sitzplätze, Abstandsregeln und allenfalls gar ein Alkoholverbot sind Auflagen, die dem Fussball, den wir lieben und schätzen, den ganzen Zauber nehmen. Obwohl wir nachvollziehen können, dass diese Auflagen für einen sogenannten Grossanlass angesichts der aktuellen Lage ihre Berechtigung haben, lassen sich diese in keinster Weise mit unserem Verständnis von Fussball- und Stadionerlebnis vereinbaren. Sie hindern uns einschneidend daran, unsere Emotionen und Leidenschaft im und ums Stadion so auszuleben, wie wir uns das vorstellen. Das gemeinsame Bier vor dem Match, das Treffen von Freunden auf der Tribüne, das Anpeitschen der Mannschaft auf engstem Raum auf den Stehplätzen und vor allem das freie, spontane und keinen Gesetzen folgende Bejubeln eines Tores für Blauweiss, wenn sich wildfremde Leute in den Armen liegen, sind unter solchen Voraussetzungen komplett undenkbar. Die Corona-Fussballrealität droht steril und emotionslos zu werden. Deshalb können und werden wir als Kurve – wie schon zum Ende der abgelaufenen Saison – die FCL-Spiele weiterhin nicht in organisierter und vereinter Form besuchen, wie es vor Corona der Fall war. Darüber herrscht unter den USL-Mitgliedern ein breit abgestützter und ausdiskutierter Konsens.

Heute Sonntag fängt für den FCL mit dem Cup-Spiel gegen den FC Thun die neue Saison an. Es ist ein Spiel, das für viele Fans nicht mehr als eine Randnotiz ist. Verrückt und jammerschade zugleich. Die Covid-19-Einschränkungen dürften dafür sorgen, dass sich auch in absehbarer Zeit leider wenig daran ändern wird – FCL-Spiele werden keine Eckpfeiler im eigenen Kalender sein. In der neuen Spielzeit wird sehr vieles anders sein als wir es uns gewohnt sind – und zwar grundlegend.

Neue Realität

Der Besuch von Auswärtsspielen bleibt bis auf Weiteres Wunschdenken und die Heimspiele sind mit etlichen Auflagen verbunden. Maskenpflicht, personalisierte Billette, fix zugewiesene Sitzplätze, Abstandsregeln und allenfalls gar ein Alkoholverbot sind Auflagen, die dem Fussball, den wir lieben und schätzen, den ganzen Zauber nehmen. Obwohl wir nachvollziehen können, dass diese Auflagen für einen sogenannten Grossanlass angesichts der aktuellen Lage ihre Berechtigung haben, lassen sich diese in keinster Weise mit unserem Verständnis von Fussball- und Stadionerlebnis vereinbaren. Sie hindern uns einschneidend daran, unsere Emotionen und Leidenschaft im und ums Stadion so auszuleben, wie wir uns das vorstellen. Das gemeinsame Bier vor dem Match, das Treffen von Freunden auf der Tribüne, das Anpeitschen der Mannschaft auf engstem Raum auf den Stehplätzen und vor allem das freie, spontane und keinen Gesetzen folgende Bejubeln eines Tores für Blauweiss, wenn sich wildfremde Leute in den Armen liegen, sind unter solchen Voraussetzungen komplett undenkbar. Die Corona-Fussballrealität droht steril und emotionslos zu werden. Deshalb können und werden wir als Kurve – wie schon zum Ende der abgelaufenen Saison – die FCL-Spiele weiterhin nicht in organisierter und vereinter Form besuchen, wie es vor Corona der Fall war. Darüber herrscht unter den USL-Mitgliedern ein breit abgestützter und ausdiskutierter Konsens.

Zukunft Grossaktionäre

Hinzu kommt die unveränderte Sorge um die Zukunft des FC Luzern: Nach wie vor ist nicht abzusehen, wie die Eigentümerstruktur unseres FCL in Zukunft aussehen wird. Zwar haben unsere öffentlichen Stellungnahmen vom Juni und Juli Einiges in Gang gesetzt:

  • Wir haben sämtliche FCL-Grossaktionäre kontaktiert und um ein klärendes Gespräch gebeten. Mit zwei Grossaktionären konnten wir in der Folge längere Gespräche führen, die übrigen haben sich per E-Mail gemeldet. Der Austausch verlief jeweils offen und respektvoll, auch wurden erste Gedanken gesponnen, die es sich weiterzuverfolgen lohnt. Auf die in unseren Statements gestellten Fragen fehlen jedoch seitens des Aktionariats nach wie vor viele Antworten. Da Diskretion vereinbart wurde, können wir keine Details zum Verlauf der Gespräche veröffentlichen.
  • Die Grossaktionäre Marco Sieber, Samih Sawiris und Hans Schmid haben öffentlich erklärt, ihre Aktienpakete (total 34,1 Prozent) verkaufen zu wollen.
  • Die Grossaktionäre Bernhard Alpstäg (52 Prozent) und Josef Bieri (10 Prozent) haben erklärt, dass sie dem FCL vorderhand die Stange halten werden.
  • Wir haben offene und sehr fruchtbare Gespräche mit anderen Fanorganisationen, FCL-Donatoren und -Sponsoren geführt und konnten feststellen, dass die jeweilige Vorstellung, wie ein funktionierender Fussballklub aussehen sollte, in sehr vielen Punkten deckungsgleich ist. Dies macht Hoffnung, entsprechend werden wir den Austausch weiterhin pflegen und vertiefen.

Unser Gesamteindruck hat sich verfestigt: Es bleibt völlig unklar, wem die Grossaktionäre das zum Verkauf stehende Aktienpaket veräussern wollen. Nicht einmal die Kriterien für das Profil neuer Grossaktionäre sind bekannt. Informationen aus FCL-nahen Quellen lassen darauf schliessen, dass die zum Verkauf stehenden FCL-Aktienpakete weiterhin auch international feilgeboten werden. Ein Szenario wie bei GC, Lausanne, Thun oder vielen anderen kleineren Mannschaften in ganz Europa ist damit nach wie vor nicht vom Tisch. Um das FCL-Umfeld nicht weiter zu verunsichern, tut eine transparente Kommunikation seitens der Grossaktionäre dringend Not. Wir sind daher gespannt, welche Informationen Ende September folgen werden.

Saisonkarten-Kauf

Die bis dahin bestehende Ungewissheit lässt uns unverändert daran festhalten, dass wir mit dem Kauf von Saisonkarten weiterhin zuwarten werden. Das heisst weder, dass wir die Corona-Auflagen aktuell bekämpfen, noch dass wir als Einzelpersonen den Spielen fernbleiben werden. Wie alle anderen Fans auch, wird jede und jeder von Spiel zu Spiel entscheiden, ob die Lust auf einen Stadionbesuch unter diesen Bedingungen vorhanden ist.

USL-Mitgliedschaften

Jeweils zu Saisonbeginn wird normalerweise der Abschluss der neuen USL-Mitgliedschaft fällig. Aktuell kann man aus den bekannten Gründen jedoch nicht von einer normalen Situation sprechen. Deshalb sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, warum unsere Mitglieder einen vollen Mitgliederbeitrag zahlen sollen, solange unsere Kernaktivitäten im Stadion nicht oder nur sehr reduziert ausgeübt werden können. Wir haben daher entschieden, sämtliche Mitgliedschaften der Saison 2019/2020 für die neue Saison 2020/2021 zu verlängern und allen Mitgliedern den neuen Saisonbeitrag vollumfänglich zu erlassen.

Weiterhin da "für den FCL und seine Fans"

Emmer wiiter kämpfe!

Auch wenn es nicht wie gewohnt im Stadion möglich ist, werden wir trotzdem aktiv sein und bleiben. Wir verfolgen die leidenschaftlichen Einsätze unserer Jungs weiterhin mit viel Freude – und stehen ihnen bei, wenn es schlecht läuft.

Wir sind weiterhin präsent, sei es in der Zone 5 oder an Spielen von anderen FCL-Auswahlen wie den U-Mannschaften oder der Frauenmannschaft.

Trauer um Paul Wolfisberg

Abschiedschoreo Paul Wolfisberg

Ende August hat die FCL-Familie einen grossen Verlust hinnehmen müssen: Wir trauern um Paul Wolfisberg, einer ganz grossen FCL-Persönlichkeit, die kürzlich von uns gegangen ist. Paul hat als Captain mit dem Cup 1960 die erste Trophäe der Vereinsgeschichte in die Höhe gestemmt und den FCL 1979 als Trainer in die NLA geführt. Leider konnten wir dem "Wolf" aufgrund der Gegebenheiten nur mit einer improvisierten Würdigung an der Stadionfassade die letzte Ehre erwiesen. Vielen Dank für alles, was Du für unseren FCL geleistet hast, Paul. Ruhe in Frieden.

Alternativen zum Matchtag

Verschiedene Aktivitäten und Alternativprogramme zum gewöhnlichen Matchtag sind bereits angedacht und in Vorbereitung. Das Fanleben, das in den vergangenen Monaten quasi inexistent war, wird – in anderer Form als gewohnt – wieder mit Abstrichen möglich sein. Haltet die Ohren steif und kommt an die Anlässe. Wir halten euch auf dem Laufenden und informieren zukünftig wieder regelmässiger über Möglichkeiten, sich zu treffen.

USL-Kommunikation

In den nächsten Monaten kommen nicht nur auf die Fussballvereine viele weitere Herausforderungen auf verschiedenen Ebenen zu, sondern auch auf uns Fans. Zuletzt haben diese Herausforderungen (insbesondere der Wegfall der Spieltage, der erschwerte Austausch untereinander, etc.) auch uns als USL nicht ganz so schlagkräftig in Erscheinung treten lassen, wie wir dies von uns selber erwarten. Verschiedene Themen konnten aus unterschiedlichen Gründen nicht ganz so zeitnah bearbeitet werden, wie wir uns das erhofft haben. Und kommunikationstechnisch konnten wir uns den neuen Gegebenheiten nicht schnell genug anpassen. Wichtige Fragen seitens unserer Mitglieder und Sympathisanten blieben zu lange unbeantwortet.

Wir hoffen, mit der vorliegenden Information einen ersten Schritt zur Behebung dieses Informationsdefizits gemacht und die grundlegenden aktuellen Fragen beantwortet zu haben. Die Zeiten sind aussergewöhnlich. Packen wir sie gemeinsam an. Vieles wird anders sein als sonst, was aber auch eine Chance sein kann. Und irgendwann stehen wir wieder gemeinsam in der Kurve, schreien unser Team zum Siegestor und liegen uns bierüberströmt in den Armen.

Liebe Fans, Sponsoren, Donatoren, Aktionäre, Mitarbeitende, Spieler, Staff und Sympathisanten

In den vergangenen zwei Wochen seit unserem Aufruf «Keine neue Saisonkarte ohne klare Verhältnisse» sind medial, auf den gängigen sozialen Plattformen und Foren sowie in persönlichen Gesprächen viele interessante Feedbacks eingegangen. Kontrovers diskutiert wird der gewählte Weg und Zeitpunkt, der dem Thema die nötige Relevanz verschaffen hat. Beim Thema an sich zeichnet sich ein breiter Konsens ab, der im Grundsatz von Fans über Sponsoren bis zu Donatoren, FCL-Mitarbeitenden und gar Medienschaffenden die allermeisten mittragen: Der FCL soll ein eigenständiger Innerschweizer Fussballclub bleiben.

Die aktuellen Monate sind entscheidend für die Zukunft unseres Vereins. Dabei geht es mitnichten nur um die Bewältigung der Corona-Krise. Es geht darum, jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Der FCL soll nicht einfach bloss überleben, sondern sich endlich aus den Blockaden und der Unruhe der vergangenen Jahre befreien können.

Daher gilt es jetzt jene Fragen anzugehen und breit zu diskutieren, die unseren Verein seit Jahren lähmen: Wem soll der FCL gehören? Wer soll über ihn bestimmen? Ist es richtig, dass sechs Männer mit dem nötigen finanziellen Polster in Eigenregie und unter Ausschluss der gesamten sonstigen FCL-Familie darüber entscheiden können, an wen unser FCL verkauft wird? Ist es sinnvoll, dass sechs Personen über die Zukunft des Vereins bestimmen, ohne dass das Gremium über unabhängige Vertreter/innen verfügt, die im Kerngeschäft des Clubs, dem Sport, über spezielle Kompetenzen verfügen? Ist es korrekt, dass das Fundament des Clubs, die Fans, bei solchen zentralen Fragen weder mitbestimmen noch nicht einmal mitdiskutieren dürfen? Dass weitere wichtige und treue Vereinsstützen, wie Donatoren, Partner und Mitarbeitende keine Möglichkeit haben, ihre Meinung direkt in die Entscheidung einfliessen zu lassen? Sollte der FCL nicht einfacher strukturiert sein, ohne komplizierte und intransparente Holding? Sollte der Club, der viel davon hält, die gesamte FCL-Familie zu repräsentieren, nicht auch die gesamte FCL-Familie mitbestimmen lassen, was für eine Zukunft man sich wünscht?

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt um genau diese Fragen breit zu diskutieren. Damit vor dem anstehenden (Teil-)Verkauf des Clubs geklärt ist, wohin sich unser Verein bewegen soll, neue Grossaktionäre wissen, wohin der Weg geht, auf wen und was sie sich einlassen. Und damit Personen oder Institutionen, die sich diesen Werten nicht verbunden fühlen, gar nicht erst auf die Idee kommen, FCL-Aktien zu erwerben.

Hinter den Kulissen wurden und werden diesbezüglich bereits viele bilaterale Gespräche geführt. In den nächsten Wochen und Monaten wird es aber auch verschiedene Möglichkeiten und Anlässe geben, damit sich jeder einzelne Fan an den Diskussionen beteiligen kann. Einladungen und Infos folgen. Nutzt diese Plattformen, besucht sie, stellt Fragen. Bildet euch eure eigene Meinung. Diskutiert untereinander, in den sozialen Medien und Foren.

Wir alle, vom Allesfahrer bis zum gelegentlichen Matchbesucher, vom Haupt- bis Kleinstsponsor, vom finanzstarken Gross- bis zum idealistischen Kleinaktionär, vom Trainer bis zum Auswechselspieler, vom Haustechniker bis zur Shop-Mitarbeiterin, vom langjährigen Donator bis zum prominenten FCL-Beirat bilden zusammen den FC Luzern. Wir haben nicht alle dieselben Ideale und Ideen, was gut oder schlecht ist für unseren Verein. Doch jeder von uns kann von sich behaupten, diesen Club zu lieben und für ihn nur das Beste zu wollen. Daher sollte auch jeder, der sich mit dem Club verbunden fühlt, zumindest die Möglichkeit haben, seine Meinung zu diesem elementaren Zukunftsentscheid zu bilden und einfliessen zu lassen.

Wegen dem Lockdown und den Geisterspielen ist in den letzten Monaten ein wichtiges Thema in den Hintergrund geraten, welches uns FCL-Fans schon seit seiner unrühmlichen Entstehung auf der Zunge brennt: Wer wird nach dem Sandkasten-Streit der FCL-Grossaktionäre die Nachfolge als Besitzer unseres geliebten Fussballclubs antreten? Wer bleibt an Bord, wer übernimmt das Ruder, wer stösst neu dazu? Was ist der Bezug der neuen Investoren zur Stadt, zur Region und vor allem zum FCL selber? Wie sehen die Zukunftspläne aus? Oder verzögert sich die Lösung, geht der Knatsch gar in die nächste Runde? Die von den Grossaktionären versprochene Lösung lässt weiter auf sich warten. Solange wir von ihnen keine Antworten auf diese Fragen erhalten, können wir für die kommende Saison 2020/2021 keine Saisonkarte kaufen. Wir empfehlen allen FCL-Fans und -Sponsoren, es uns gleichzutun und sich nicht die Katze im Sack andrehen zu lassen.

In Gesprächen, die wir im Anschluss an unsere Stellungnahme «Geschlossene Stadien und offene Fragen» mit der FCL-Geschäftsleitung geführt haben, konnten unsere Fragen zu einem möglichen - und in den vergangenen Wochen wiederholt ins Spiel gebrachten - Verkauf des Clubs ins Ausland nicht beantwortet werden. Konkret wurde die FCL-Führung einzig folgendermassen: «Wir können derzeit nichts ausschliessen». Eine Aussage, die das Risiko, dass der FCL an irgendwelche Oligarchen, Scheichs oder Finanzhaie verscherbelt wird, alles andere als entkräftet.

Die Verunsicherung unter Fans und Sponsoren ist riesig. Zu viele Beispiele aus der Vergangenheit belegen, was passiert, wenn sich Schweizer Fussballclubs von dahergelaufenen Schönrednern verführen lassen:

  • Servette fiel dem Grössenwahn von Marc Roger zum Opfer.
  • Bulat Tschagajew ruinierte Xamax.
  • Der FC Wil schaffte es, sich binnen eines Jahrzehnts gleich zweimal von einem ukrainischen respektive türkischen Investor ins Verderben führen zu lassen.

Doch nicht nur rückblickend zeigt sich, wie gefährlich und omnipräsent die Verführungen sind, sich auch als Schweizer Club einem global tätigen Spekulanten an den Hals zu werfen:

  • GC wurde erst vor wenigen Wochen von chinesischen Investoren vereinnahmt und fungiert innerhalb eines globalen «Fussball-Investment-Konstrukts» fortan quasi als Farmteam für die Wolverhampton Wanderers aus England.
  • Der FC Lausanne-Sport ist derweil in die Fänge eines internationalen Chemiemultis geraten, der auch den OGC Nizza besitzt und als erste Amtshandlung das traditionelle Clublogo mit den eigenen Konzernfarben überziehen wollte.

Die Vereinnahmung von Clubs durch internationale Grosskonzerne hat im Schweizer Fussball längst Einzug gehalten - auch ohne den «Markteintritt» des geächteten Getränkekonzerns.

Für uns ist es elementar, dass dieser Kelch an unserem FCL vorbeigeht. Unser Fussballclub muss eigenständig und lokal verankert bleiben. Ein Verkauf an Spekulanten und profitgetriebene Grossinvestoren ist für uns daher ein Schreckensszenario, welches es um jeden Preis zu verhindern gilt.

Beileibe, auch die aktuellen Grossaktionäre bergen Risiken, dies hat sich in den vergangenen Jahren insbesondere durch den Streit innerhalb des Gremiums offenbart. Der Reputationsschaden ist beträchtlich und stellt die - insbesondere im sportlichen Bereich - bemerkenswerten Leistungen des FCL im öffentlichen Diskurs leider viel zu oft in den Schatten.

Von daher begrüssen wir, dass im Aktionariat eine Lösung angestrebt wird. Diese lässt nun allerdings bereits wieder über sieben Monate auf sich warten, ohne dass auch nur geringste Tendenzen erkennbar wären. Gepaart mit den unklaren Auswirkungen der aktuellen Krise und einer ebenfalls in Unwissenheit gelassenen operativen Leitung führt dies dazu, dass sich viele Fans fragen: Soll man unter diesen Umständen tatsächlich seine Saisonkarte verlängern? Was, wenn noch vor Beginn der neuen Meisterschaft das Horrorszenario eintrifft und uns beispielsweise ein schwerreicher Scheich als Clubbesitzer vor die Nase gesetzt wird? Die tiefen Verkaufszahlen für die Saisonkarten 2020/21 belegen eindeutig, wie stark verunsichert das FCL-Umfeld ist!

In unseren Augen ist daher jetzt der Zeitpunkt gekommen, die Fakten auf den Tisch zu legen! Wir fordern von Club und Aktionariat endlich Klarheit, an was oder wem wir uns zukünftig orientieren können: Wie geht es mit dem FCL weiter? Wer hat bei unserem Club zukünftig das Sagen? An wen - und wohin - wird der FCL verkauft?

Erst wenn die gesamte FCL-Familie Bescheid weiss, wie die zukünftigen Besitzverhältnisse aussehen werden, können der Club, das Umfeld und die Fans endlich wieder vorwärts blicken und die bevorstehenden Herkulesaufgaben zusammen und voller Überzeugung zum Wohle unseres geliebten Vereins bewältigen.

Bis dahin ist für uns klar, dass wir mit dem Kauf der Saisonkarte 20/21 noch zuwarten werden. Das empfehlen wir auch allen anderen FCL-Fans und -Sponsoren, denen die Zukunft unseres FCL am Herzen liegt.

Geschlossene Stadien ...

Am vorletzten Freitag haben die SFL-Clubs entschieden, die Meisterschaft in der NLA und der NLB doch noch zu Ende zu zwängen. In leeren, tristen Stadien. Zurecht, denn Geisterspiele haben es nicht verdient, in irgendwelcher Form aufgewertet zu werden. Entsprechend warten wir bereits heute sehnlichst auf den Tag, an dem Mannschaft und Fans die Allmend wieder gemeinsam in ein Tollhaus verwandeln können. Die Rückkehr der Fankurve bedingt, dass sich die Verhältnisse wieder vollständig normalisiert haben respektive Fussballspiele wieder im gewohnten Rahmen stattfinden können. Darauf sollten alle Beteiligten – allen voran die Clubs und die Liga – in den nächsten Wochen und Monaten entschlossen ihren Fokus legen.

... und offene Fragen

Am vergangenen Donnerstag lancierte der FCL mit einem Solidaritätsaufruf den Saisonkartenverkauf für die kommende Spielzeit. So sehr wir unserem Club in diesen schwierigen Zeiten gerne bedingungslos zur Seite stehen würden: Diesen vorsorglichen Saisonkartenverkauf unter dem Deckmantel der «Solidarität» halten wir für voreilig, solange dem FCL-Umfeld Antworten und Überlegungen zu elementaren, zukunftsrelevanten Fragen vorenthalten werden:

  • Wer Solidarität einfordert legt normalerweise erst dar, weshalb er Solidarität benötigt: Wie stark trifft die Corona-Krise den FCL? Kommen Bundeskredite für den FCL in Frage oder wird darauf verzichtet?
  • Mit der Bereitschaft zu einer raschen Lohnreduktion setzten Spieler und Mitarbeitende des FCL ein wichtiges und starkes Zeichen. Doch wie sieht es beim Aktionariat aus? Die aktuelle Informationspolitik des Vereins ist diesbezüglich etwas verwirrend. Speziell vor dem Hintergrund der Pressemitteilung vom 25. November 2019, als die Grossaktionäre vollmundig die Sicherung der Finanzierung bis September 2021 versprochen hatten.
  • Ebenfalls noch ungeklärt ist die Frage, von wem der FCL in naher Zukunft gesteuert wird: Die zankenden Grossaktionäre haben bisher lediglich unverbindlich in Aussicht gestellt, sich bis September 2020 zu einigen. Seither treiben die Gerüchte wilde Blüten – nicht zuletzt solche zu einem Verkauf an ausländische Investoren. Wer will seine Aktien verkaufen? Welche Anforderungen müssen mögliche Käufer erfüllen? Wohin fliesst der Kaufpreis?
  • Momentan ist für Aussenstehende zudem nicht abzusehen, wann und unter welchen Bedingungen die neue Saison 2020/2021 begonnen wird: Für welches Szenario setzt sich der FCL ein? Welche Auflagen werden strikte abgelehnt?

Wir sind uns bewusst, dass die entsprechenden Antworten und Entscheidungen nicht allein in den Händen der FCL-Führung liegen. Dennoch wären konkretere Szenarien und belastbare Versprechen für Käufer einer Saisonkarte von grosser Bedeutung. Doch statt sich um Klärung dieser Fragen zu bemühen, scheint der FCL in erster Linie auf die eigene finanzielle Absicherung bedacht, indem er das Risiko von Geisterspielen ab der neuen Saison einseitig den Fans zuschiebt und gleichzeitig keine Bereitschaft zeigt, eine anteilsmässige Erstattung in der aktuellen Saison zu gewähren.

Den Begriff Solidarität verstehen wir nicht als Einbahnstrasse und schon gar nicht als primär auf die finanzielle Dimension beschränkte Worthülse, sondern als Wert, der gegenseitig gelebt werden muss. Die Fans haben ein Anrecht auf eine transparente, glaubwürdige und offene Kommunikation – in der aktuellen Situation mehr denn je!

Nach fast zwei Monaten Zwangspause öffnet die Zone 5 wieder ihre Tore: Ab Montag, 11. Mai gehts los!

Doch wie an anderen Gastro-Betrieben ist auch an der Zone 5 diese Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. Unterstütze deshalb das FCL-Fanlokal am Bundesplatz und hilf der Zone 5 dabei, diese Durststrecke zu überwinden. Mit den Konsumations- und Wertgutscheinen, Foodspecials, und dem Spezialbier «Chöbu Bier» kannst du dem Fanlokal auf deine bevorzugte Art und Weise unter die Arme zu greifen. Das Angebot wird laufend erweitert.

Die Öffnungszeiten sowie alle weiteren Informationen und Angebote findest du ganz aktuell auf der neuen Webseite und dem integrierten Shop.

Selbstverständlich hält sich auch die Zone 5 an die behördlichen Vorgaben während der Corona-Krise und beschränkt in dieser Zeit die Anzahl Plätze gemäss Vorschrift. Ausserdem werden von Gästen, die im Lokal konsumieren, die Daten aufgenommen und 14 Tage aufbewahrt, um allfällige Infektionsketten zurückverfolgen zu können.

Die Klubs der Swiss Football League (SFL) stimmen diese Woche schriftlich darüber ab, ob der Modus der NLA auf die Saison 2021/2022 gemäss dem schottischen Vorbild angepasst wird. Wir lehnen diese Schnellschuss-Modusänderung entschieden ab und fordern eine ganzheitliche, nachhaltige und in Fankreisen breit abgestützte Modusanpassung.

Die Klubs der Swiss Football League (SFL), also die jeweils zehn NLA- und NLB-Klubs, stimmen diese Woche schriftlich darüber ab, ob der Modus der NLA auf die Saison 2021/2022 gemäss dem schottischen Vorbild angepasst wird (https://www.sfl.ch/news/news/artikel/modus-abstimmung-findet-auf-schriftlichem-wege-statt/). Das würde bedeuten, dass die Anzahl Mannschaften von zehn auf zwölf aufgestockt wird. In 33 Runden spielt jede Mannschaft dreimal gegen jede andere (Round-Robin-Verfahren). Danach wird die Liga in der Mitte der Tabelle in eine Meisterrunde und in eine Abstiegsrunde mit je sechs Mannschaften geteilt. In diesen beiden Gruppen spielt jede Mannschaft noch einmal gegen jede andere, um Meister, Europacup- und Barrage-Teilnehmer sowie Absteiger zu bestimmen. Insgesamt würde die neue NLA-Meisterschaft also in 38 Runden ausgetragen.

Modusänderung? Unbedingt, aber nicht so!

Dass der Modus der Schweizer Fussballmeisterschaft überarbeitet werden muss, ist für uns klar und indiskutabel. Die nun angestrebte Modusänderung im Schnellverfahren ist aber eindeutig der falsche Weg dafür – widerspricht der «Schottenmodus» doch etlichen Punkten, die den Schweizer Spitzenfussball generell für Fans, aber auch für Vereine und Sponsoren attraktiver gestalten sollen:

  • Anzahl Spiele: Der aktuelle Spielkalender ist mit 36 Meisterschaftsrunden pro Jahr schon bis zum Maximum ausgereizt. Wetterbedingte Spielausfälle können bereits jetzt kaum mehr zu fanfreundlichen Anstosszeiten nachgeholt werden. Mit zwei zusätzlichen Spielen ist der Spielkalender hoffnungslos überfüllt und ein einzelnes Spiel verliert noch mehr an sportlicher Bedeutung. Die Teilung in Meisterrunde und Abstiegsrunde verleiht der entscheidenden Phase nur scheinbar die erhoffte, zusätzliche Spannung, denn zu diesem Zeitpunkt sind die letzten Runden bei so später Ligateilung sowie ohne Punkteteilung kaum wertvoller als solche in einem ligaweiten Round-Robin-Modus. Grundsätzlich gilt hier: Weniger ist mehr. Spielt man im Jahr nur zweimal gegen den gleichen Gegner, verleiht das jeder Partie an sich viel mehr Bedeutung, als bei der nahezu inflationären Spielflut gegen die immergleichen Namen in Cup und Meisterschaft.
  • Cup: Dass der Schweizer Cup wieder attraktiver für die ganze Fussballschweiz werden soll, ist ein Ziel aller Interessengruppen (Fans, Vereine, Verband, Sponsoren). Reformpläne wurden bereits unter deren Miteinbezug diskutiert und erarbeitet. Unter anderem sollen dabei mehr Cup-Spiele stattfinden, und das wenn immer möglich am Wochenende, um dem Wettbewerb wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Eine Aufstockung der Meisterschaft von 36 auf 38 Runden torpediert dieses Vorhaben und ist für den Schweizer Cup und die Abwechslung im Pflichtspielkalender höchst kontraproduktiv.
  • Heimrecht: Jede Mannschaft würde in der ersten Meisterschaftsphase dreimal gegen jede andere antreten. Diese ungerade Anzahl führt zu einer ungerechten Vergabe des Heimrechts. Die Liga-Teilung nach 33 Runden verschärft dieses Problem weiter: In der zweiten Phase kann das Heimrecht ebenfalls nicht gerecht aufgeteilt werden, da es keine «Rückrunde» gibt. Die intransparenten Berechnungen zu einer nur vordergründig fairen Heimrechtsbestimmung wird in Schottland seit Langem kritisiert und ist eine Utopie, die zu andauernden Diskussionen über Ungleichbehandlung führt und damit nicht zielführend ist.
  • Anzahl Mannschaften: Die Anzahl Mannschaften in der NLA zu erhöhen, ist an sich eine unausweichliche Massnahme, um die Monotonie von vier gleichen Begegnungen pro Jahr zu brechen und die Meisterschaft wieder attraktiver zu gestalten. Massgeblich mehr Abwechslung bringt diese Massnahme jedoch nicht, solange nur zwei weitere Gegner pro Jahr aufwarten.

Weniger ist mehr

Deshalb fordern wir klar und deutlich von allen SFL-Klubs, diese «Modusänderung im Express-Verfahren» abzulehnen, und eine nachhaltige und in Fankreisen breit abgestützte Modusanpassung zu erarbeiten. Was vor der Coronakrise galt, gilt jetzt umso mehr: Nein zu einer überhasteten Modusänderung und zu noch mehr Spielen! Anstatt auf die Schnelle eine unzweckmässige und panisch anmutende Lösung zu erzwingen, sollte gerade in der aktuellen Situation, die für alle Beteiligten schwierig ist und strukturelle Probleme schonungslos aufdeckt, die Chance genutzt werden, den Schweizer Profifussball generell zu überdenken und gezielte, ganzheitliche und vor allem nachhaltige Anpassungen herbeizuführen, die nicht nur die oberste Liga betreffen, sondern den gesamten organisierten Fussball in der Schweiz mit all seinen Interessengruppen.

Nein zum «Schottenmodus», ja zu einer nachhaltigen Reform des Schweizer Fussballs!